Chorreise 2015

Von tuten und blasen

hatten die Sängerinnen und Sänger des Cäcilienchores,  welche am Samstag auf die eintägige Reise gingen, nicht unbedingt eine grosse Ahnung. Sie folgten aber zuversichtlich der Einladung des Dirigenten Rolf Herter und freuten sich auf einen interessanten Tag. Nach einer Stärkung im malerischen Städtchen Waldshut stand freie Zeit im Programm. Ein Stadtbummel auf der einladenden Fussgängerzone durch die historische Altstadt lohnt sich auf jeden Fall: Oberes und Unteres Tor, barockes Rathaus, vielfältig gestaltete Brunnen am teilweise sichtbaren Seltenbach und natürlich der Markt haben auch noch viele weitere Schweizer angelockt. Es scheint fast, als wollten die Eidgenossen die 1468 erfolglose Belagerung heute nachholen! Nach einem feinen Mittagessen dislozierten wir per Bahn nach Back Säckingen. Auch dies ist ein wunderschönes Städtchen am Rhein und wird wohl von den Meisten sofort mit dem Trompeter von Säckingen in Verbindung gebracht. Wir waren gespannt auf die angesagte Führung im Trompetenmuseum. Dieses ist im ehemaligen Schloss Schönau inmitten einer prächtigen Parkanlage untergebracht. Der Führer gab uns, nicht mit Pauken und Trompeten und ohne uns den Marsch zu blasen, aber auf sympathische Art Einblicke in diese reichhaltige Anlage. Er erzählte uns auch die historischen Hintergründe des Versepos „Der Trompeter von Säckingen“ und der gleichnamigen Oper. Aus dem umfangreichen Schatz wies er uns auf ganz besondere Instrumente hin wie eine Naturtrompete aus dem Jahre 1664, auf Aidatrompeten, auf Ventiltrompeten mit Aufsteckbögen für verschiedene Stimmungen und und und. Wir erfreuten uns am ältesten (um 1850) Alphorn, welches aus der Schweiz stammt und noch spielbar ist. Dank einem glücklichen Zufall ist auch die ganz spezielle Trompete, welche Richard Wagner für sein Musikdrama „Tristan und Isolde“ in Auftrag gegeben hat, hier zu bestaunen. Dieses skurrile Instrument war nämlich im Jahre 2003 eine Leihgabe der Semperoper Dresden und ist darum der damaligen Überschwemmung nicht zum Opfer gefallen. Als Dank darf sie nun in Bad Säckingen bleiben. Beinahe ereilte uns ein ähnliches Schicksal: Der vorgesehene Zug für die Heimfahrt wird mit einer Verspätung von 80 (achtzig!) Minuten angesagt! Acht Personen bestiegen sofort einen Taxi VWBus, liessen sich zum Bahnhof Rheinfelden CH chauffieren und waren beinahe zur vorgesehenen Zeit daheim. Der Rest schaffte es eine halbe Stunde später ebenfalls. Dieser kleine Tolggen gehört nur ins Reinheft der Deutschen Bahn; unser Dirigent hat eine reine Weste und wir sind ihm für diesen interessanten Jahresausflug sehr dankbar!

Lucia Furrer

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